VEM-Freiwillige   2017/2018   2016   2015   2014   2013   2012   2011   2010   2009 

Anna  |  Carina  |  Clara  |  Debbie  |  Eunike  |  Fabian  |  Finn  |  Geeske  |  Helen  |  Johannes B  |

Johannes F  |  Jonas  |  JB  |  Julia  |  Luisa  |  Malte  |  Melle  |  Monique  |  Salome  |  Sara  |  Svenja  |

Menu:

Archiv

Blog durchsuchen:

Wli-Wasserfälle

Autor: Sara | Datum: 16 September 2013, 21:45 | Kommentare deaktiviert

Letzten Samstag zog es uns mal raus aus Ho um ein bisschen die nähere Umgebung zu erforschen. So ging es für uns auf die erste TroTrofahrt!

Da wir zunächst nur einen Tagesausflug machen wollten hieß es für uns um 5 Uhr aufstehen und fertig machen!! Danach ging es auf zur TroTro-Station und die richtige TroTro suche.

 (weiter)

 

Alles neu

Autor: Sara | Datum: 05 September 2013, 17:33 | Kommentare deaktiviert

Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4

Meine Ankunft und erste Nacht mit vielen neuen Eindrücken:

Ich bin gut in Accra gelandet und wurde dort, zusammen mit Melanie und Skai, von Godwin unserem Mentor abgeholt. Von dort aus ging es gleich weiter in mein zukünftiges Zuhause, leider war es Nacht und ich konnte die Fremde Umgebung nicht betrachten, weil es leider mitten in der Nacht war. Doch eins konnte man Feststellen, auch wenn man fast nichts sah, die Fahrweise ist komplett anders. Ständig wird gehupt, abrupt gebremst oder über die Fahrweise der anderen geschimpft. Aber die Straßenverhältnisse sind sehr gut!
Nach einer langen 2 ½ h Fahrt sind wir dann in Ho angekommen. Inzwischen war es 1 Uhr und ich war einfach nur fix und fertig und wollte schlafen. Doch wir mussten ja erst noch unser Haus beziehen, indem bis zum nächsten Samstag noch eine andere Freiwillige ( Sinja) mit uns zusammen lebt.

Sie zeigte uns dann alles und wir bezogen unsere Zimmer, ich hab natürlich das bekommen, wo es kein Mückennetz gab, also musste ich mitten in der Nacht noch mein Netz aufbauen, weil ich in meiner ersten Nacht nichts riskieren wollte. Als ich dann um halb zwei in meinem Bett lag, war ich glücklich und wollte schlafen. Doch irgendwie ging das nicht so recht, denn vor meinem Fenster war es so ungewohnt laut so zirpten irgendwelche Insekten, irgendein Hahn krähte die ganze Zeit und es raschelte immer und überall. Ich glaube ich bin letztendlich um drei endlich eingeschlafen

 

Mein erster Tag:

Am nächsten morgen mussten wir um 6:30 aufstehen, weil wir um 7 Uhr zum Frühstück verabredet waren, als wir dann um 7.15 Uhr abgeholt wurden nur um  eine Straße weiter gebracht zu werden war ich sehr verwirrt, weil man das ja auch locker zu Fuß gehen konnte.

Als Frühstück gab es ein Ei und ein Toast und danach ging es gleich wieder ins Haus, weil wir uns ausruhen sollten bevor wir in die Kirche gehen würden ( dieses schien mir zu dem Zeitpunkt echt komisch, weil ich mir dachte was soll da denn anstrengendes kommen?)

 Naja wir gingen also nach Hause und als ich Godwin fragte wann er kommen würde sagte er „you will see“… Okay, da es 8:15 war und der Gottesdienst um 9 Uhr beginnt dachten wir er kommt um 8:55 oder so. Aus diesem Grund haben wir uns nicht schlafen gelegt was ein Fehler war, denn letztendlich hat er uns um 10 abgeholt. Dadurch hatten wir 1 Stunde Kirche verpasst doch im Nachhinein war das nicht so schlimm, weil wir immer noch 5 Stunden hatten. Das Problem bestand darin, dass wir fast nichts verstanden haben, weil der Gottesdienst größtenteils auf Ewe gehalten wurde.

 Doch irgendwann kam unser Mentor zu uns und fragte, ob wir was essen gehen wollten? Weil wir so Hunger hatten kam uns das ganz gelegen. Doch gerade als wir gehen wollten, bekam er einen Anruf, dass wir jetzt im Gottesdienst vorgestellt werden sollten.

Also wurden wir schön vorne platziert und uns haben 1000 Leute angestarrt (es ist keine Übertreibung es waren wirklich so viele) und wir wurden begrüßt. Natürlich ist mir da ein Missgeschick passiert. Als der Pastor mein Namen vorgelesen hat, habe ich das vor Aufregung gar nicht mitbekommen und Melanie musste mich nach vorne schubsen, sodass alle mich sehen konnten. Dieses hat natürlich für einen Lacher in der Gemeinde gesorgt.

Danach ging es zum erwarteten Essen und im Anschluss (3 Uhr) durften wir uns ausruhen. Wir beschlossen allerdings unsere Zimmer einwenig zu putzen und einzurichten, damit wir uns heimisch fühlen. Am Abend ging es dann für uns wieder ins Hotel zum Essen, wobei es wieder das gleiche wie beim Mittag gab aber das war egal.

 

 

 

Meine erste Woche in einer fremden Stadt:

Ho ist anders als man es sich vorstellt. Hier bekommt man einfach fast alles! Doch es ist nicht so einfach sich hier zurecht zu finden, weil die Straßen meiner Meinung nach alle ziemlich gleich aussehen… Aber mal nach der Reihe nach:

Am Montag sind wir das erste mal bis in die Stadt gekommen und ich hatte einen richtigen Schock als ich gesehen hab wie groß Ho eigentlich ist. Wir sind zunächst in einen Vodafoneshop gegangen um uns Internetsticks und Simkarten fürs Handy zu besorgen (ich kann sagen, dass das Internet hier echt besser ist als in manchen Dörfern in Deutschland). Danach ging es für uns zum Supermarkt und wir haben so allgemeine Dinge, die man fürs tägliche Leben braucht, gekauft. Als ich da auch Nutella gesehen hab war ich sehr überrascht es hier zu finden (aber ist unbezahlbar).

Am Dienstag sind wir zur Morgenandacht gegangen und wurden auch dort noch mal allen Leuten vorgestellt und willkommen geheißen. Es ist echt komisch so im Mittelpunkt zu stehen, das mag ich nämlich gar nicht. Danach hatten wir den Tag frei und weil wir nicht wussten was wir machen sollten bot uns Sinja an mit ihr in ihren Kindergarten zu gehen, weil sie den letzten Tag hatte.

Es war echt ein unvergessliches Erlebnis als wir dahin kamen strömten alle Kinder auf Sinja zu und umarmten sie. Als wir uns dann dort auf Stühle setzten waren wir auch ständig von irgendwelchen Kindern umzingelt. Ich hätte mir nicht vorstellen können wie anstrengend das ist, mit so vielen Kindern. Nach vier Stunden war ich aber am Ende meiner Kräfte und ich war froh, dass wir nach hause gehen wollten.

Am Mittwoch und Donnerstag warteten wir auf den Assistenten von unserem Mentor, weil dieser auf einem Seminar war, doch er kam nicht. Immer als wir ihn anriefen oder ins Büro gingen hieß es er sei auf einem Meeting und kommt… Es hieß also sich ans warten zu gewöhnen. Da wir also nichts zu tun hatten, beschlossen wir sinja bei ihren letzten Besorgungen in der Stadt zu begleiten. Einfach im Haus rumzusitzen wäre der Albtraum schlecht hin gewesen, weil einem die Decke auf dem Kopf fallen würde.

Also gingen wir mit zu verschiedenen Schneidern, Freunden (natürlich bekamen wir immer was zu Essen), auf den Markt und noch vieles mehr.

Am Donnerstagabend kamen noch  Mitfreiwillige von Sinja, die einen Zwischenstopp, vor ihrer Abreise, bei uns einlegten und am Abend kochten wir zusammen.

 

Das Yamfestival:

Woher sollte ich wissen, dass sich das Yamfestival als eine Bergsteigetour mit anschließendem Fest empupte.

Ich fange mal von vorne an zunächst sollten wir 7 Uhr von einem Freund von Sinja abgeholt werden. Wie ihr euch denken könnt war er um 8 hier…

Also dachten ich, wir würden dann zum Festival gehen aber nein wir sind erst zu seinem Zuhause gelaufen und wurden der ganzen Familie vorgestellt. So saßen wir dann in der Mitte und alle um uns herum sprachen Ewe und wir verstanden nichts…

Doch dann sollten wir mit dem Freund (Prince) irgendwo hingehen und uns einen Stoff aussuchen ich war total überfordert und dachte mir okay vielleicht mache ich dann eine Tasche daraus, weil ich die Stoffe nicht sonderlich gut fand…Doch daraus wurde nichts denn als wir abends wieder kamen wurden wir zum Schneider geschickt und der hat dann unsere Maße für Kleider genommen mal schauen wie sie werden..

Doch zunächst zum Festival: Bevor wir endgültig losgefahren sind haben wir von der Familie T-Shirts geschenkt bekommen, die uns als Teil der Gruppe identifizierten. Mit diesen T-Shirts hat man sich gleich viel wohler gefühlt.

Nach einer holprigen Fahrt waren wir dann am 2000 Meter hohen Berg angekommen und ich sah das übel schon von unten. Überall am Berg waren weiße Punkte ( T-Shirts) und ich dachte nur ach du scheiße so hab ich mir das Festival nicht vorgestellt..

Nach einer Einführung ging es dann los, es war so anstrengend und vor allem bestand das Problem darin, dass man klettern musste und nicht wandern!!!! Es waren einfach Steine, die ich die ganze Zeit hinaufklettern musste. Es war einfach richtig anstrengend weil zum einen die Luft oben immer dünner wurde und zum anderen es echt nicht gerade kalt hier ist. Wenn ich  Jennifer ( die Cousine von dem Freund) nicht gehabt hätte, die mich immer mitgezogen hat, hätte ich abgebrochen…

 Als wir dann nach 21/2 Stunden oder so oben waren, dachte ich wir machen eine schöne Rast aber Jennifer hat mir keine Pause gegönnt und nach zwei Minuten ging es wieder runter. Wie unnötig dachte ich mir nur... Doch ich dachte der Rückweg wird bestimmt besser doch er war zwar nicht so anstrengend aber dafür klettere mal eine steile Felswand runter...

 So wie ihr Sara kennt ist sie natürlich runter gefallen und das nicht nur einmal( aber ich hab mir nicht groß weh getan)… Außerdem haben alle yewu yewu ( weißer) geschrien und gelacht.

Sowieso hat jeder, der mir entgegenkam Yewu mefa = weißer wie geht es dir? gesagt und total ungläubig geguckt, als wäre es eine Sensation als Weißer auf einen Berg zu klettern.

 Und wäre das nicht schlimm genug wollten alle Bilder von einem/mit einem machen.

Das schwerste an der Tour war, dass man keinen Platz hatte weil vor dir,hinter dir und dir welche entgegen gekommen sind.

 Ich hab zum Ende übrigens erfahren, dass es ein Healthwalk war, der einmal im Jahr stattfindet um zu gucken, ob man noch gesund ist.

Als wir wieder unten waren gab es Essen  es war Banku mit  irgendeiner Soße.

Nach dem Essen wurde dann getanzt, nicht nur das wir deutschen ja gar keinen Hüftschwung haben und uns auch so schon voll kacke fühlen zwischen den.

Nein es wird auch über dich gelacht, aber ich glaube das war nett gemeint.

Um 5 Uhr ging es dann nach Hause und ich war fertig..

 

Der Beginn der zweiten Woche:

Am Sonntag war Kirche, wobei wir schon um sieben Uhr in die Kirche gegangen sind weil diese auf Englisch ist. Danach sind wir auf den großen Markt gegangen und haben für die Woche eingekauft, wobei ich mit den Preisen noch ein bisschen überfordert bin und mir manchmal nicht sicher bin, ob es zu teure ist oder nicht. Danach haben wir das erste mal unsere Wäsche mit der Hand gewaschen und eins steht fest diese Beschäftigung wird zu einer meiner Hassbeschäftigung werden..

Der Montag und Dienstag waren wieder eine langweilige Abfolge des Wartens, weil wir nicht wirklich wussten was unser Mentor mit uns geplant hatte..

Am Mittwoch waren wir dann in Alavanyo, das ist drei Stunden enfernt, bei einem Projekt bei dem junge Leute ausgebildet werden z.B zum Elektriker, Schneider, Koch und noch vieles mehr.

Auf jedenfall sollen wir in dieses Projekt auch mal ein bis zwei Wochen besuchen, um nähen oder kochen zu lernen. Hört sich aufjedenfall interessant an!

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Eindruck geben und versuche regelmäßig Bericht zu erstatten:)